Stromberg: Fans sollen Kinofilm finanzieren

Freitag, 16. Dezember 2011
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Filmförderung mal anders: Um die Kosten für den ersten "Stromberg"-Kinofilm zusammenzukriegen, hat sich die Kölner Produktionsgesellschaft Brainpool etwas ganz besonderes einfallen lassen: Auf der Fanpage von Bernd Stromberg alias Christoph Maria Herbst ruft der Schauspieler seine Anhänger in einem Video dazu auf, sich an den Kosten zu beteiligen - und auf diese Weise zu Investoren zu werden. Bis Mitte März will Brainpool so eine Million Euro einsammeln.


"Das ist der Bernd, ich bin der Christoph, und wir beide wollen ins Kino", bringt der "schrecklichste Chef der Welt" gleich zu Beginn des Videos sein Anliegen auf den Punkt - und bittet seine Fangemeinde um Unterstützung: "Ihr habt dafür gesorgt, dass diese Serie im TV überhaupt überlebt hat, und ihr könnt sie jetzt sogar ins Kino bringen", erklärt der Held der Pro-Sieben-Kultserie. Die Fans hätten als "Mitinvestoren" die Möglichkeit, von Anfang an bei dem Filmprojekt dabei zu sein und an dem Erfolg teilzuhaben.

Wie das Investitionsmodell und die Erfolgsbeteiligung konkret aussehen, wird auf der Kampagnen-Website Stromberg-der-film.de erklärt. Dort erfahren "Stromberg"-Fans, dass insgesamt 20.000 Anteile im Gesamtwert von 1 Million Euro ausgeben werden und jeder Investor maximal 20 Anteile zum Preis von jeweils 50 Euro erwerben kann. Nach der für 2013 geplanten Ausstrahlung von "Stromberg - Der Film" werden die Besucherzahlen ausgewertet und die Investoren vergütet. Laut Brainpool wird bei bis zu einer Million Kinobesuchern pro verkauftem Kinoticket ein Euro ausgeschüttet. Wer also 20 Anteile im Gesamtwert von 1000 Euro erwirbt erhält den Betrag nur dann in voller Höhe zurück, wenn eine Million Kinotickets verkauft werden. Übersteigt die Zahl der Kinobesucher eine Million, erhalten die Investoren eine Gewinnausschüttung von 50 Cent pro Ticket.

Anreize will Brainpool auch mit exklusiven Mehrwerten schaffen. So lockt "Stromberg"-Produzent Ralf Husmann Fans der Serie mit dem Zugang zur exklusiven Investors-Lounge mit regelmäßigen Updates zum Stand der Produktion sowie exklusiven Hintergrundberichten. Außerdem winken, je nach Anzahl der erworbenen Anteile, eine namentliche Nennung im Abspann des Films und exklusive Tickets zur Kinopremiere.

Unterstützt wird Brainpool vom Münchner TV-Sender Pro Sieben, der bislang alle "Stromberg"-Staffeln ausstrahlte. "Stromberg hat sich in fünf TV-Staffeln zu einer Kultmarke im Pro-Sieben-Programm entwickelt. Ein Kinofilm ist insbesondere nach dem herausragenden Erfolg der Preview-Tour im Herbst eine logische Entwicklung", sagt Pro-Sieben-Geschäftsführer Jürgen Hörner. Als zentrale Plattform für die Community und Investoren ist außerdem das Comedy-Portal MySpass.de mit im Boot. mas
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