Ströer zieht positive Bilanz für die ersten neun Monate 2010

Dienstag, 30. November 2010
Udo Müller will die Digitalisierung vorantreiben
Udo Müller will die Digitalisierung vorantreiben

Nach dem Börsengang im Juli kann Ströer Out-of-Home Media in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2010 von der Belebung des Werbemarktes profitieren. Der Kölner Außenwerbespezialist hat seinen Umsatz um 12,2 Prozent auf 369,1 Millionen Euro gesteigert. Das Ebitda (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen bereinigt um Sondereffekte) ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 24,9 Prozent auf 74,8 Millionen Euro gestiegen. Rechnet man die Anteile an dem türkischen Joint Venture Ströer Kentvizyon hinzu, hat sich der Wert sogar um 25,2 Prozent auf 81,7 Millionen Euro verbessert. "Wir sind sehr zufrieden mit unserem Geschäftsverlauf. Einen Teil der Erlöse aus unserem Börsengang im Juli haben wir wie geplant in die Ausweitung unserer Präsenz in Polen und der Türkei investiert und damit unsere marktführenden Positionen weiter ausgebaut. Darüber hinaus haben wir unsere Nettoverschuldung deutlich reduziert. Aus unserer Sicht sind damit die Voraussetzungen dafür geschaffen, unseren Wachstumskurs fortzusetzen und den Unternehmenswert weiter zu steigern", sagt Udo Müller, Mitgründer und Vorstandsvorsitzender der Ströer Gruppe.

Durch den Zufluss von 287,8 Millionen Euro neuem Eigenkapital aus dem Börsengang (vor Abzug von Transaktionskosten) hat sich die Finanz- und Vermögenslage des Konzerns im 3. Quartal signifikant verbessert. Die Nettoverschuldung verringerte sich zum 30. September 2010 deutlich auf 301,4 Millionen gegenüber 495,4 Millionen Euro im Vorjahr. Das um Sondereffekte bereinigte Nettoergebnis der ersten neun Monate 2010 stieg auf 13,2 Millionen Euro im Vergleich zu 1,5 Millionen im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Ausdifferenziert nach den Segmenten konnte der größte Geschäftsbereich, Ströer Deutschland, seinen Umsatz um 6,9 Prozent auf 293,1 Millionen Euro verbessern. Der Heimatmarkt lieferte mit 69 Millionen Euro und einem Zuwachs von 19 Prozent auch den größten Beitrag zum Ebitda. Noch deutlich stärker fiel das Plus im türkischen Markt aus. Hier stieg der Umsatz um 68,7 Prozent auf 40 Millionen Euro, das Ebitda kletterte um 67,4 Prozent auf 9 Millionen Euro.

Aufgesplittet nach den Produktgruppen trägt das Segment Billboard mit 52,2 Prozent den größten Teil zu den Gesamterlösen bei. Hier zeigte sich ebenso wie in den Bereichen Street Furniture und Transport eine deutliche Belebung des Geschäfts. Große Hoffnungen setzt das Unternehmen in die Digitalisierung. So sollen bis Ende 2011 in den 200 größten Bahnhöfen bundesweit rund 1000 digitale Screens installiert werden. Für die Zukunft gibt sich Ströer daher optimistisch. Auch angesichts eines traditionell starken 4. Quartals rechnet der Außenwerber für das Gesamtjahr 2010 mit mindestens 9 Prozent organischem Umsatzwachstum. bn
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