Ströer will DSM als Marke erhalten

Freitag, 09. Januar 2004
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Die deutsche Außenwerbung steht vor einer durchgreifenden Neuordnung. Mit der Übernahme des Marktführers, der Deutschen Städte-Medien (DSM), katapultiert sich der neue Eigner, das Kölner Unternehmen Ströer, von Platz 2 der umsatzstärksten Unternehmen auf den 1. Rang. Der kumulierte Gesamtumsatz des neuen Unternehmens beträgt knapp 480 Millionen Euro. Auf Platz 2 und 3 folgen die Freund-Gruppe mit 167,2 Millionen Euro und die Deutsche Eisenbahnreklame mit 166,4 Millionen Euro. Im europäischen Vergleich liegt Ströer/DSM auf Platz 3 hinter JC Decaux und Clear Channel.

Mit dem DSM-Deal sieht sich Ströer in der Lage, den Kunden flächendeckende Netze aus einer Hand anzubieten, zumal sich die Angebotsstruktur der beiden Unternehmen ergänzt: Ströer ist nach eigenen Angaben bei den großformatigen Werbeflächen (9 Quadratmeter) Marktführer - die DSM hatte diese Position bislang bei kleinen Formaten, den Citylight-Poster Plakativ.

Ströer beabsichtigt durch die Einbringung seines bestehenden kommunalen Geschäfts die DSM zu stärken und zur zentralen Einheit für die Weiterentwicklung der Ströer-Gruppe unter der etablieren Marke DSM auszubauen. Der Geschäftsbereich der kommunalen Kundenbeziehungen werde auch weiterhin vom Sitz der DSM in Frankfurt aus geleitet. Darüber hinaus sei vorgesehen, dass ein Teil des Zentralvorstands der Ströer-Gruppe sowie der Vertrieb in der Bankenmetropole angesiedelt werden. nr
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