Ströer steigert Ergebnis und ordnet Geschäftsführung neu

Mittwoch, 11. Juli 2007

Der Außenwerber Ströer Out-of-Home Media in Köln steigert seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2006 auf rund 440 Millionen Euro. Das ist ein Plus von fast 23 Prozent. Das um Einmal-Effekte bereinigte operative Ergebnis stieg um 4,5 Prozent auf 86 Millionen Euro. Das stärkste Wachstum verzeichnen Transport (plus 132 Prozent) - zurückzuführen auf die erstmalige ganzjährige Konsolidierung der DERG - und auf Digitale Medien (plus 77). Knapp zwei Drittel des Gesamtumsatzes wird im inländischen Postergeschäft erzielt. Zugleich ordnet die Ströer-Gruppe ihre Geschäftsführung und Geschäftsfelder neu: Statt wie bislang vier gibt es künftig sieben Geschäftsführer. Zum bisherigen Führungskreis Udo Müller (Vorstandsvorsitzender), Alfried Bührdel, Hermann-Josef Johanns und Stefan von Kries-Voigt kommen Jan Hardorp, Alexander Stotz und Ingo Rieper. Hardorp ist ab sofort zusätzlich zu seiner Funktion als Geschäftsführer Ströer Sales & Services Geschäftsführer Vertrieb und Marketing Ströer Media Deutschland.

Außerdem werden Digitale Medien in die beiden Unternehmensbereiche Poster und Transport integriert. se

Interview mit Jan Hardorp:

Statt wie bisher 4 gibt es künftig 7 Geschäftsführer. Weshalb ist dieser Schritt notwendig geworden?

Jan Hardorp: Die Ströer-Gruppe ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Wir haben einen Punkt erreicht, an dem die Struktur der Gruppe einer autarkeren Führung der Deutschland-Gesellschaft bedarf. Mit der Erweiterung wurden die Deutschland-Geschäftsführer in ihren Kompetenzen gestärkt. Die beiden Vorstände, Udo Müller und Alfried Bührdel, konzentrieren sich auf die strategische und internationale Ausrichtung des Unternehmens beziehungsweise die Finanzierungsthemen.

Die Geschäftsfelder wurden neu organisiert. Künftig gibt es nur noch zwei Bereiche Poster und Transport - obwohl Digitale Medien gestiegen sind. Warum diese Straffung?

Hardorp: Bisher wurde Digitale Medien als separates Geschäftsfeld organisiert. Künftig wird die Digitalisierung von Out-of-Home-Medien in all unseren Geschäftsbereichen eine Rolle spielen. Damit ist es absurd, es als eigenes Geschäftsfeld zu führen.

In welchen Bereichen sehen Sie im nächsten Jahr die größten Wachstumschancen?

Hardorp: Im klassischen Out-of-Home-Geschäft haben wir sehr hohe Erwartungen. Die knüpfen sich daran, dass sich dieser Bereich seit Anfang des Jahres großer Beliebtheit erfreut. Das Medium Außenwerbung spielt innerhalb des Medienmixes bei vielen Werbungtreibenden eine wichtige Rolle. Außerdem wächst unsere Tochter-Gesellschaft Infoscreen sehr stark. Wir expandieren in S-Bahnhöfe und in den Hauptbahnhöfen der Deutschen Bahn. Interview: se
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