Ströer-Chef Udo Müller: Digitale Außenwerbung ist noch Pilotprojekt

Donnerstag, 19. Februar 2009
Der Durchbruch digitaler OOH-Werbung kommt in 5 Jahren
Der Durchbruch digitaler OOH-Werbung kommt in 5 Jahren

Der Kölner Außenwerber Ströer führt den Namen Outdoor-TV für Bewegtbild auf digitalen Werbeträgern ein. In der Türkei startet das Unternehmen im Februar ein Pilotprojekt, weitere sind in Planung. In den nächsten drei bis fünf Jahren soll die Nachfrage nach den Medien deutlich steigen, vorausgesetzt, die Krise macht keinen Strich durch die Rechnung.
Digitale Medien revolutionieren die Außenwerbung. Richtig oder falsch?
Udo Müller:
Das ist grundsätzlich richtig. Allerdings befinden wir uns technisch gesehen noch im Postkutschenzeitalter. Es gibt eine Reihe konkurrierender Technologien für digitale Werbemedien. Die Messlatte für die neuen Medien liegt hoch, denn sie müssen das Preis-Leistungs-Verhältnis und die Brillanz eines gedruckten Plakats erreichen. Digitale Außenwerbung bleibt daher 2009 noch ein Nischenthema.

Wann kommt der Durchbruch?
Ich gehe davon aus, dass in fünf Jahren der Anteil elektronischer Außenwerbung an der Gesamtaußenwerbung in Deutschland von heute etwa 3 Prozent auf 10 bis 15 Prozent steigen wird. Dabei entwickeln sich Innen- und Außenbereich unterschiedlich schnell.

Welchen Umsatzbeitrag leisten digitale Werbeflächen bei Ströer?
Die Umsätze, die im Ausland durch Outdoor-TV generiert werden, schlagen sich positiv im Gesamtumsatz nieder, trotzdem bleiben es mittelfristig Pilotprojekte. Eine zentrale Bedeutung hat vor allem die Kompetenz unseres Tochterunternehmens Ströer Infoscreen, die wir sehr erfolgreich im Inland, aber auch in Warschau und Ankara genutzt haben. Nach meinem Kenntnisstand sind Infoscreens das einzige flächendeckende elektronische Außenwerbeprodukt in einem europäischen Land, das in den letzten Jahren überhaupt den Break-even erreicht hat. Interview: Silja Elfers


Das ganze Interview lesen Sie in HORIZONT-Ausgabe 8/2009 vom 19. Februar 2009
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