Streit um die TV- Preise spitzt sich weiter zu

Donnerstag, 22. Juni 2006

Die Preispolitik der Fernsehvermarkter für das kommende Jahr sorgt für Wirbel bei Werbekunden und Agenturen. Besonders Seven-One Media (Pro Sieben, Sat 1, Kabel 1, N24) zieht den Unmut der Organisation der Mediaagenturen im GWA (OMG) auf sich. Sprecher Hans Kratz hält die geplanten Preis- beziehungsweise TKP-Erhöhungen von Seven-One Media für absolut "unangemessen", weil sie die Marktmechanismen außer Kraft setzen: "Weitere TKP-Erhöhungen passen nicht in die konjunkturelle Landschaft. Die Preisschraube wurde in den vergangenen beiden Jahren schon überdreht", schimpft Kratz in einem Positionspapier der OMG und spielt damit auf die anstehende Erhöhung der Mehrwertsteuer und höhere Krankenkassenbeiträge im Jahr 2007 an. Auch unter den Werbekunden regt sich sichtlich Unmut. Frank Scheuerer, Leiter Media Management bei TUI Deutschland, Hannover, wiegelt die Preiserhöhungen der TV-Sender als "ungerechtfertigt" ab, weil "ein Leistungszuwachs nicht zu erkennen" sei. Seven-One Media wehrt sich gegen die Kritik der OMG: "Sie ist inhaltlich falsch und im Stil ungewöhnlich polemisch. Wir glauben nicht, dass sich die mit dieser Form der Fundamentalkritik einen Gefallen tut", erklärt Andrea Malgara, Geschäftsführer Marketing. gui

Mehr dazu lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 25/2006 vom 22. Juni.
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