Streit um Y2K-Markenrechte bei E-Bay-Auktion geht in nächste Runde

Montag, 30. August 1999

Um die vor wenigen Tagen im Internet-Auktionshaus E-Bay gestartete Versteigerung der Markenrechte an dem Millenniumsbegriff Y2K ist mittlerweile ein heftiger Streit entbrannt. Wie bereits vermeldet, hatte Michael Konitzer, Ex-MSN-Chef und jetziger Geschäftsführer der Münchner Internet-Agentur Y2K Medien den Sachverhalt rechtlich beim Deutschen Patent- und Markenamt prüfen lassen, nachdem im Vorjahr sein Wunsch auf eine Eintragung für Y2K von der Behörde abgelehnt worden war. Laut Konitzer habe er nach dem dieser Tage zu erwartenden Erhalt der ausführlichen Begründung der Ablehnung durch das Patentamt die Möglichkeit, dann alle bereits eingetragenen Marken zu Y2K zu löschen. Zugleich forderte Konitzer die Berliner E-Bay-Betreiber zum Abbruch der Auktion auf. "Das ist alleinige Sache des Anbieters", entgegnet E-Bay-Geschäftsführer Karel Dörner.

Daraufhin hat sich jedoch der Anbieter der Markenrechte Henning Rörop, ebenfalls an das Patentamt gewandt. "Eine Löschung kann man nicht kurzfristig beantragen und sie findet dann auch statt", so Rörop. Zudem habe Y2K Medien nur die Bezeichung Y2K eintragen lassen, nicht aber - wie durch ihn geschehen - die Wort-/Bildmarke mit der Ausschreibung "Year two kilo". Und: Die Agentur habe die Eintragung erst beantragt, nachdem seine Eintragung bereits rechtwirksam war. Rörup: "Sämtliche formalen Aspekte der Marke sind völlig intakt und einwandfrei." Sollte der Versuch unternommen werden, eine Löschung zu beantragen, werde er erst schriftlich informiert, und es werde ein Rechtsverfahren geben.

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