Streit um Werbekampagne: Deutsche Telekom unterliegt gegen Mobilcom

Montag, 03. Februar 2003

Die Deutsche Telekom ist mit ihrer Klage gegen eine Werbekampagne des Wettbewerbers Mobilcom für das so genannte Call-by-Call-Verfahren gescheitert. Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) darf der Büdelsdorfer Telekommunikationskonzern auch in Zukunft mit dem Begriff "Sparvorwahl" für sein Angebot werben. Die Werbekampagne stammt ursprünglich aus dem Jahre 1998. Damals warb Mobilcom für eine spezielle Vorwahl, über die Kunden ohne Voranmeldung Telefongespräche zu einem günstigen Minutenpreis führen konnten.

Die Deutsche Telekom wollte die Kampagne wegen Irreführung der Verbraucher verbieten lassen. Der Vorwurf: Mobilcom erwecke den Eindruck, bei ihr könne preiswerter telefoniert werden als bei der gesamten Konkurrenz. Dieser Argumentation folgte der BGH jedoch nicht. Der durchschnittliche Verbraucher wisse, dass es auf diesem Sektor einen harten Wettbewerb gebe und die Preise der Anbieter ständig in den Medien verglichen würden, so die Begründung des Urteils.

Der Begriff "Sparvorwahl" besage zudem nicht, dass es sich um den niedrigsten Preis schlechthin handle. Außerdem sei Mobilcom zum Zeitpunkt des Erscheinens der Anzeige im Vergleich zur Telekom bei den Ferngesprächen nahezu durchgängig billiger gewesen.
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