Streit um Bundesliga-Rechte: DFL bekräftigt Drohung mit Klage

Mittwoch, 06. August 2008
Ligapräsident Reinhard Rauball hält an Klageplänen fest
Ligapräsident Reinhard Rauball hält an Klageplänen fest

In der Debatte um die Fernsehvermarktung der Bundesliga gibt sich die Deutsche Fußball Liga (DFL) weiterhin kämpferisch. Der Vorstand will "notfalls mit allen sich bietenden juristischen Mitteln" gegen die Entscheidung des Kartellamtes vorgehen. "Der Profi-Fußball braucht Rechtssicherheit und Planbarkeit auch mit Blick auf die kommende Rechteperiode. Im Sinne unserer Clubs, die in den vergangenen Jahren erhebliche Investitionen vorgenommen haben, müssen wir bereit sein, diesen Weg zu gehen", unterstreicht Ligapräsident Reinhard Rauball bei einer Sitzung am gestrigen Dienstag. Bereits vor einer Woche hat Rauball rechtliche Schritte gegen das Bundeskartellamt angekündigt.

Das Bundeskartellamt hatte dem von der DFL und dem Kirch-Vermarkter Sirius vereinbarten Zentralvermarktungsmodell der Bundesliga eine Absage erteilt. Das aktuelle Modell sei kartellrechtlich nicht rechtens, da sich die Bedingungen für Zuschauer und Sender deutlich verschlechtern würden, so das Kartellamt. Eine zeitnahe Highlight-Berichterstattung am Hauptspieltag, dem Samstag, würde zugunsten höherer Einnahmen aus dem Pay-TV geopfert, heißt es in der Begründung. bn

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