Stolperstein Ruzicka: Ex-ZHP-Chef Hoff wird nicht mehr Minister

Freitag, 30. Januar 2009
Volker Hoff scheidet aus der hessischen Landesregierung aus
Volker Hoff scheidet aus der hessischen Landesregierung aus

Volker Hoff, ehemaliger Geschäftsführer der Agentur ZHP (heute: Wunschkind), wird nicht mehr der hessischen Landesregierung angehören. Der bisherige Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten hat Ministerpräsident Roland Koch darum gebeten, ihn nicht mehr in seinem neuen Kabinett zu berücksichtigen. Ein Grund für Hoffs Entscheidung sei auch eine "Pressekampagne der letzten zwei Wochen gewesen, die keinerlei Neuigkeitswert hatte", heißt es in einer Erklärung des CDU-Politikers. Gemeint ist die mediale Aufbereitung der Rolle von Hoffs früherer Agentur ZHP in der Ruzicka-Affäre. Laut Staatsanwaltschaft sind über ZHP insgesamt 9 der mutmaßlich veruntreuten 51,2 Millionen Euro aus dem Vermögen von Aegis Media abgeflossen. Ein Teil der Gelder soll bei ZHP verblieben sein.

"Die Kampagne hat deutlich gemacht, dass die Gefahr besteht, durch öffentliche Mutmaßungen und Unterstellungen zu einer Belastung der Regierungsarbeit zu werden", sagt Hoff in seiner Erklärung. Ob und wie sich Hoffs Verzicht auf die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft auswirkt, ist nicht bekannt. Bislang steht er  - anders als sein früherer Partner Reinhard Zoffel - nicht auf der Liste der Beschuldigten. Als Mitglied des hessischen Landtags genießt Hoff weiterhin Immunität. mam    
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