Stern vs. Max: Gut, dass wir verglichen haben

Freitag, 02. Februar 2001

Advantage "Stern", heißt der aktuelle Stand im gerade eingeläuteten Wettbewerb zwischen der aktuellen Illustrierten aus dem Hause Gruner + Jahr und dem Milchstraßen-Liebling "Max". Die Titelgeschichte zum Thema Rabatt, mit der "Max" seine ersten 14-täglichen Gehversuche macht, zierte bereits in der vergangenen Woche den "Stern". "Ideenklau", diagnostizierten die "Max"-Chefs.

Denn in dem Titel mit grinsendem Prozent-Zeichen, entdeckten sie ihren Entwurf zum selben Thema wieder. Der war nach Angaben der "Max"-Macher bereits am 10. Januar fertig und musste nun noch einmal überarbeitet werden (siehe "Stern"-Cover und das usprüngliche "Max"-Cover).

sternmaxAn der Titelgeschichte halten die "Max"-Chefredakteure trotzdem fest. "Gut, dass wir verglichen haben", sagt Christian Krug diese Woche im HORIZONT-Interview (Ausgabe 5/2001): "Die Geschichte ist sehr gut und wird durch einen Artikel im "Stern" nicht schlechter". Die "Stern"-Doppelspitze will von den Abkupfer-Vorwürfen nichts wissen. Im HORIZONT-Interview versichert Chefredakteur Andreas Petzold: "Die Ähnlichkeiten sind rein zufällig entstanden." Schließlich liege es nahe, eine Geschichte zum Rabattgesetz mit einem Prozentzeichen zu illustrieren. Dem neuen "Max" prophezeien die "Stern"-Chefs schwere Zeiten. Thomas Osterkorn: "Sollte ,Max' eine Me-too-Strategie fahren oder gar den alten ,Stern' der 80er Jahre kopieren, wäre das ein Ritt auf der Rasierklinge. Denn die Leser kaufen gewöhnlich lieber das Original."

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