Stephan Winkelmann fährt an die Spitze von Fiat Deutschland

Montag, 26. Januar 2004

Jetzt ist offiziell, was HORIZONT.NET bereits am Mittwoch vergangener Woche vermeldet hat: Stephan Winkelmann wird zum 1. Februar neuer Chef von Fiat Deutschland. Der 39-Jährige folgt damit Klaus Fricke, 51, der das Unternehmen verlässt - offiziell selbstverständlich "auf eigenen Wunsch" und "einvernehmlich". Tatsächlich jedoch musste Fricke laut Branchenbeobachtern gehen, weil er, so die Vorwürfe der Fiat-Zentrale in Turin, die Vorgaben nicht erfüllt - der Marktanteil ist mittlerweile auf 2,7 Prozent, die Zulassungen 2003 um 15,2 Prozent gesunken - und die eigene Profilierung in den deutschen Medien über die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Italien gestellt habe.

Dabei habe Fricke Fiat Deutschland nach langer Zeit mal wieder in die schwarzen Zahlen gebracht - durch den Verzicht auf Tageszulassungen und Rabatte, allerdings auf Kosten der Zulassungszahlen. Zudem hat er versucht, den Konzern zu einer anderen Vertriebsstrategie und einem restriktiveren Vorgehen gegen stark rabattierte Grauimporte zu bewegen.

Winkelmann, der designierte Vorstandsvorsitzende von Fiat Deutschland, wird zugleich die neu geschaffene Position des Market General Managers für den deutschen Markt einnehmen, die Synergien zwischen den Business Units Alfa Romeo, Fiat, Lancia, Fiat Transporter und After Sales verstärken soll. Damit berichtet er direkt an Fiat-Chef Herbert Demel. Winkelmann ist seit 2001 für den österreichischen Markt und seit Mai 2003 zusätzlich für die Schweiz verantwortlich. Der deutsche Manager ist bereits seit 1994 in verschiedenen Funktionen in den Bereichen Marketing und Vertrieb für Fiat tätig gewesen. rp
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