Steigende Auflagen bei den deutschen Fachverlagen

Montag, 02. Mai 2005

Erstmals seit vier Jahren stieg in 2004 die Gesamtauflage der Fachzeitschriften. Im Vergleich zum Vorjahr kletterte sie um 2,3 Prozent auf 451 Millionen Exemplare. Dies ergibt die alljährliche Mitgliederbefragung der Deutschen Fachpresse. Die Umsätze erwiesen sich als stabil, nur noch ein minimaler Verlust von 0,9 Prozent war zu verzeichnen. Die Fachverlage setzten 2004 rund 1,8 Milliarden Euro um. Jeweils etwa die Hälfte des Branchenumsatzes wurden im Bereich Anzeigen (rund 865 Millionen Euro) und im Bereich Vertrieb (rund 863 Millionen Euro) erzielt.

Mit nur noch moderat schrumpfenden Anzeigenerlösen (-1,4 Prozent zum Vorjahr) und praktisch stagnierenden Vertriebserlösen (-0,2 Prozent zum Vorjahr) wurde die negative Entwicklung der letzten Jahre gestoppt. "Nach drei sehr schwierigen Jahren ist die Freude über diese Entwicklung außerordentlich groß," bewertet Uwe Hoch, Sprecher der Deutschen Fachpresse, die Entwicklung. "Für die vor uns liegenden Aufgaben ist die Ausgangsbasis wieder deutlich besser."

55 Prozent der Fachverleger - fast doppelt so viele wie bei der letzten Befragung - verbesserten in 2004 ihr Jahresergebnis. Der Anteil der Verlage, die sich im Ergebnis verschlechterten, halbierte sich. In 2005 erwarten vier Fünftel der Verlage ein gleich gutes oder verbessertes Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr. "Diesen Optimismus setzt unsere Branche auch mit entsprechenden Investitionen in die Qualität ihrer Angebote um," ergänzt Brita Westerholz, Geschäftsführerin der Deutschen Fachpresse. "Dies zeigen eine ganzen Reihe von Indikatoren."

150 Titel wurden im letzten Jahr neu eingeführt. Das ist weniger als im Vorjahr, übertrifft aber die Werte von 2001 und 2002 deutlich. Auf hohem Niveau bleibt auch die Zahl der Relaunches, etwa jeder 13. Titel wurde optimiert. Die Zahl der Titeleinstellungen ist erneut rückläufig. Insgesamt wurden in 2004 rund 3.600 Fachzeitschriften publiziert. nr
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