Stayalive: Helmut Markwort hebt Portal für "digitale Unsterblichkeit" aus der Taufe

Mittwoch, 10. November 2010
Himmlische Ruhestätte: Die Startseite von Stayalive
Himmlische Ruhestätte: Die Startseite von Stayalive

Gerade mal einen guten Monat ist es her, dass Helmut Markwort den Chefredakteursposten beim "Focus" niederlegte. Wer dachte, der Gründer des Fakten-Magazins würde sich damit aus dem aktiven Geschäftsleben zurückzuziehen, liegt aber falsch. In München wurde am Dienstag das neue Internetportal Stayalive.de vorgestellt, an dem Markwort mit 16,6 Prozent beteiligt ist - und das sich auf eine ganz spezielle Nische spezialisiert hat: Die "ditiale Unsterblichkeit".
Helmut Markwort glaubt an die digitale Unsterblichkeit
Helmut Markwort glaubt an die digitale Unsterblichkeit
Das vom Internet-Unternehmer Matthias Krage ersonnene und von Florian Korff geführte Portal Stayalive.de positioniert sich als "virtuelle Gedenkstätte", die zu Lebzeiten angelegt wird und Nutzern die Möglichkeit bietet, mit persönlichen Fotos, Videos, Dokumenten und anderen wichtigen Dingen das Bild von sich zu erschaffen, das sie nach ihrem Tod gern der Nachwelt hinterlassen möchten. So können Nutzer ihre Stayalive-Profilseite beispielsweise so einstellen, dass jedes Jahr ein anderes Foto von ihnen angezeigt wird. 

Um einen Missbrauch zu verhindern, wird die virtuelle Gedenkstätte nur für vom Nutzer definierte Personengruppen freigeschaltet. Auch die Person, die den Tod melden darf und damit die Freischaltung der Gedenkstätte auslöst, wird vorher defininiert. Diese könnte vom Account-Inhaber auch beauftragt werden, Profile in sozialen Netzwerken wie Xing, Facebook und Co zu löschen, um "Karteileichen" zu verhindern.

Geld verdienen will Stayalive wohl ausschließlich über Mitgliedbeiträge. Bei einem Jahr schlagen 19,90 Euro zu Buche, zehn Jahre kosten 99,90 Euro - und für die vorausbezahlte virtuelle Unendlichkeit verlangt Stayalive 499 Euro. Werbung in diesem Umfeld ist nicht geplant. mas
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