Starke Umsatzverluste bei der Kinowelt / Brancheninsider prophezeien Zahlungsunfähigkeit

Montag, 03. September 2001

Brancheninformationen zufolge soll dem hoch verschuldeten Münchner Unternehmen Kinowelt schon bald die Zahlungsunfähigkeit drohen. Noch sei mit den Banken keine Einigung über ein Sanierungskonzept erzielt worden. Am Freitag hatte die Kinowelt nach Börsenschluss einen Vor-Steuer-Verlust von 196,1 Millionen Euro im ersten Halbjahr bekannt gegeben.

Der Aktienkurs des Unternehmens brach daraufhin um zeitweise knapp 20 Prozent ein und lag bei 0,70 Euro. Der Halbjahresverlust war damit etwa vier Mal höher, als die Analysten erwartet hatten. Auch beim Umsatz muss die Kinowelt zurückstecken: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank dieser um 6,2 Prozent auf 118,6 Millionen Euro.

Die liquiden Mittel betragen derzeit lediglich noch 21,4 Millionen Euro. In München gibt man sich dennoch optimistisch: Der Vorstand sei davon überzeugt, dass die Kinowelt in einer verschlankten Struktur erfolgreich wirtschaften könne.
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