Staatsanwaltschaft fordert dreieinhalb Jahre Haft für Emig

Mittwoch, 24. September 2008

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat in ihrem Plädoyer eine Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten für den früheren HR-Sportchef Jürgen Emig gefordert. Damit könnte der Prozess früher als erwartet zu ende gehen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" . Staatsanwalt Michael Loer sieht es als erwiesen an, dass Emig sich der Untreue gegenüber dem Hessischen Rundfunk (HR) und der Bestechlichkeit als Amtsträger schuldig gemacht hat.

Wegen Beihilfe zur Untreue und schwerer Bestechung fordert Loer eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren für Harald Frahm. Dieser hatte eingeräumt, schon länger Zweifel an Emigs Geschäften gehabt zu haben.

Die Höhe der Haftstraße hängt davon ab, ob das Landgericht Frankfurt Emig als Amtsträger oder Angestellten einstufen wird, Sollte er ein Amtsträger sein, so dürfte die Strafe höher ausfallen.

Emig und Frahm sollen über die Tarnfirma SMP Produktionskostenzuschüsse bei Sponsoren und Sportveranstaltern eingeworben, aber nur zum Teil oder gar nicht an den HR weitergeleitet haben. pap

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