Staatsanwaltschaft ermittelt nicht gegen Carolin Kebekus

Mittwoch, 10. Juli 2013
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Carolin Kebekus
muss wegen ihres kirchenkritischen Satire-Videos "Dunk den Herrn" keine rechtlichen Konsequenzen befürchten. Die Staatsanwaltschaft Köln hat das Verfahren eingestellt. In dem Video hatte die Komikerin unter anderem in Nonnentracht ein Kruzifix abgeleckt. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Köln teilte am Dienstag mit, dass kein Anfangsverdacht eines strafrechtlich relevanten Handelns festgestellt werden konnte. Das satirische Video bewege sich im Rahmen der grundgesetzlich garantierten Kunstfreiheit. Zudem sei das Video nicht geeignet, den öffentlichen Frieden zu stören - eine der Voraussetzungen für die Einleitung eines Verfahrens nach Paragraph 166 (Beschimpfung von Religionsgesellschaften).

Die erzkonservative Pius-Bruderschaft hatte unter Berufung auf den sogenannten Blasphemie-Paragrafen zu Anzeigen gegen das Video aufgerufen. Daraufhin waren rund 100 Anzeigen gegen das Video bei der Staatsanwaltschaft Köln eingegangen.

Der Film sollte ursprünglich in der Sendung "Kebekus" ausgestrahlt werden, die der WDR für den ARD-Digitalsender Einsfestival produziert hat. Der WDR hatte die Ausstrahlung allerdings abgelehnt. dh
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