Sprudelndes Werbegeschäft: Google durchbricht beim Umsatz erstmals die 50-Milliarden-Marke

Mittwoch, 23. Januar 2013
"Keine schlechte Leistung": Google-Gründer Larry Page
"Keine schlechte Leistung": Google-Gründer Larry Page

Google hat erstmals in seiner Geschichte einen Jahresumsatz von mehr als 50 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Das ist vor allem dem Werbegeschäft zu verdanken, das im vergangenen Jahr kräftig anzog. Und das trotz sinkender Cost-per-Click-Preise. „Wir haben 2012 mit einem starken Quartal beendet”, kommentiert Unternehmensgründer Larry Page die Zahlen. 50 Milliarden Dollar Jahresumsatz seien „keine schlechte Leistung in nur anderthalb Jahrzehnten”. Wie Google mitteilt, legte der Umsatz von 37,9 Milliarden US-Dollar im Vorjahr auf knapp 50,2 Milliarden US-Dollar im Jahr 2012 zu. Der Jahresgewinn kletterte um zehn Prozent auf 10,7 Milliarden Dollar. Auch im vierten Quartal 2012 war der Gewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,7 Prozent auf 2,89 Milliarden Dollar gestiegen.

Wachstumsmotor war vor allem das Werbegeschäft. Die Umsätze in diesem Segment legten im Gesamtjahr 2012 von 36,5 auf 43,7 Milliarden US-Dollar zu und steuerten damit 95 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Auch im 4. Quartal ist die Nachfrage nach Adwords sowie Mobil-, Display- und Videoanzeigen angezogen. In der Zeit von Oktober bis Dezember steigerte Google seine Advertising-Umsätze von knapp 10,2 Milliarden US-Dollar im Vorjahr auf knapp 12,1 Milliarden US-Dollar.

Bemerkenswert ist der Zuwachs vor allem deshalb, weil der Preis, den Werbekunden Google pro Anzeigenklick zahlen, im 4. Quartal das fünfte Mal in Folge zurückging - diesmal um sechs Prozent. Der Preisverfall dürfte vor allem damit zu tun haben, dass immer mehr Verbraucher mit mobilen Endgeräten ins Internet gehen. Dort kosten Anzeigen weniger als auf der stationären Google-Suchseite.

Google tritt auch selbst als Werbungtreibender immer offensiver auf. Im Jahr 2012 investierte Google mehr als 6,1 Milliarden US-Dollar in Sales und Marketing. Ein Jahr zuvor waren es lediglich 4,6 Milliarden Dollar.

Belastet wird die Google-Bilanz von dem 2012 für 12,5 Milliarden Dollar erworbenen Handyhersteller Motorola Mobility, der nach wie vor Verluste schreibt. Von der Motorola-Sparte Home Business, die Set-Top-Boxen für Fernsehgeräte herstellt, will sich Google trennen. Google führt dazu Gespräche mit der Arris Group. Als Verkaufspreis sind 2,35 Milliarden US-Dollar im Gespräch. mas
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