Springer will "BamS" stärker als taktisches Medium positionieren

Donnerstag, 12. Februar 2009
Anzeigenleiter Stefan Mölling will die "BamS" stärker als Zeitung positionieren
Anzeigenleiter Stefan Mölling will die "BamS" stärker als Zeitung positionieren

Axel Springer will "Bild am Sonntag" (BamS) im Werbemarkt neu definieren. "Während der Titel bisher eher als Magazin positioniert war, wollen wir ihn künftig stärker auch als Zeitung und damit als taktisches Medium anbieten", sagt "BamS"-Anzeigenleiter Stefan Mölling. Damit reagiert er auf die krisenbedingten Veränderungen im Werbemarkt. Viele Unternehmen setzen derzeit auf abverkaufsstarke Platzierungen, da sie ihre Mediabudgets auf das Minimum herunterfahren. Das hat auch "BamS" zu spüren bekommen. Im Januar lagen die Buchungen im einstelligen Prozentbereich unter Vorjahresniveau.

Eine der markantesten Neuheiten im Zuge der Umstrukturierungen ist die Anzeige auf dem "BamS"-Titel. Ab sofort können Kunden hier am unteren Seitenrand einen bis zu 6 Zentimeter breiten Streifen für rund 71.000 Euro oder eine Griffecke für circa 27.000 Euro buchen. Im Sport- und Promi-Teil sollen Unternehmen zudem künftig als Presenter von Rubriken und Tabellen auftreten.

Vor allem die Automobil-, Finanz- und FMCG-Branche will Mölling damit überzeugen. Er gibt sich optimistisch. Im Februar habe sich das Anzeigengeschäft der "BamS" erholt. "Ich bin zuversichtlich, dass wir 2009 das Vorjahresniveau erreichen können - oder je nach Wirtschaftslage leicht darunter liegen", sagt Mölling. bn
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