Springer weitet Test für kleine WamS aus

Donnerstag, 01. Juli 2010
Peters baut investigatives Reporterteam auf
Peters baut investigatives Reporterteam auf

Axel Springer weitet den Test mit dem Verkauf einer kleinformatigen Ausgabe der "Welt am Sonntag" aus. Die kompakte "Welt am Sonntag" ist Ende Februar im Großraum Köln/Bonn gestartet und wird ab dem Wochenende auch in Nordrhein-Westfalen erhältlich sein, kündigt Chefredakteur Jan-Eric Peters im HORIZONT-Interview an. Peters, der bereits von 2001 bis 2006 an der redaktionellen Spitze der "Welt"-Gruppe stand, ist seit Februar als Chefredakteur zurück und verantwortet die in einer Zentralredaktion gebündelten Titel "Welt", "Welt Kompakt" und "Welt am Sonntag", sowie den dazugehörigen Online-Auftritt Welt Online.

Unter seiner Ägide waren 2002 die Redaktionen der "Berliner Morgenpost" und der "Welt" zusammengelegt worden und bildeten damit die Basis für die heutige Struktur. Ziel der Zusammenführung war es, die chronisch defizitäre "Welt" endlich in die schwarzen Zahlen zu bringen.

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Mehr zu den Plänen von Peters lesen Sie in der aktuellen HORIZONT-Ausgabe 26/2010 vom 1. Juli.

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Nach den Sparrunden im vergangenen Jahrzehnt sieht Peters die Gruppe nun besser aufgestellt als so manchen Konkurrenten. Weitere Sparprogramme seien daher in der Redaktion nicht nötig. "Im Gegenteil, wir investieren", sagt Peters. Er will ein eigenes Ressort aus "investigativen Reportern aufbauen, die sich losgelöst vom Tagesgeschäft um Geschichten kümmern werden und sich dafür auch die notwendige Zeit nehmen können". Das Team soll aus mindestens sechs Reportern bestehen. Auch "WAZ" und "Stern" haben in den vergangenen Monaten Ressorts für aufwendige Recherchen gegründet. js/pap
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