Springer verlagert "Yam" ins Internet

Montag, 19. Januar 2009
Als Printmarke hat "Yam" ausgedient
Als Printmarke hat "Yam" ausgedient

Die Anzeigenkrise fordert ein weiteres Opfer. Der Verlag Axel Springer stellt das Jugendmagazin "Yam" als Printprodukt ein. Das bestätigt Springer-Sprecher Dirk Meyer-Bosse gegenüber HORIZONT.NET. "Die Marke Yam wird künftig ins Internet konzentriert. Als Folge davon wird die Printausgabe nicht mehr erscheinen", so Meyer-Bosse. Außerdem verliert eine niedrige einstellige Zahl von Mitarbeitern ihren Job. Begründet wird die Maßnahme unter anderem mit dem schwächelnden Anzeigengeschäft, das derzeit allen Printhäusern zu schaffen macht. Ausschlaggebend waren laut Meyer-Bosse neben diesem wirtschaftlichen Hintergrund aber auch strategische Überlegungen. So sei der Verlag zu der Überzeugung gelangt, dass man die anvisierte Zielgruppe besser über das Internet erreichen könne als über ein Printprodukt. Springer hatte den Titel erst im Mai 2008 neu als "Lifestylemagazin für junge Erwachsene" positioniert und die Erscheinungsweise  von wöchentlich auf monatlich umgestellt.

Dieser "Test" ist offenbar fehlgeschlagen. Als Folge soll nun der Internetauftritt Yam.de kräftig ausgebaut werden. "Da wird einiges kommen", so Meyer-Bosse. Ziel sei es, der Zielgruppe ein adäquates, konkurrenzfähiges Angebot zu machen. Details wollte er noch nicht nennen. mas
Meist gelesen
stats