Springer verklagt Kirch

Freitag, 03. Mai 2002

Der Axel-Springer-Verlag geht jetzt gerichtlich gegen die pleite gegangene Kirch-Gruppe vor. Am Münchner Landgericht haben die Hamburger die insolvente Kirch Media auf die Zahlung von 767 Millionen Euro verklagt. Diese Summe war für den Rückkauf der Springer-Berteiligung an der Senderfamilie Pro Sieben Sat 1 Media in Höhe von 11,5 Prozent fällig. Außerdem will Springer noch 500 Millionen Euro Schadenerstatz sehen.

Leo Kirch hatte den Vertrag über den Rückkauf der Springer-Beteiligung an der Senderfamilie im Januar für ungültig erklärt. Der neue Geschäftsführer der Kirch Media, Wolfgang van Betteray, hatte die Forderung auf einer Pressekonferenz nach der Einreichung des Insolvenzantrags für wertlos erklärt.
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