Springer verdient ein Fünftel des Werbeumsatzes online

Freitag, 04. Juli 2008
Mathias Döpfner will Online-Umsätze steigern
Mathias Döpfner will Online-Umsätze steigern

Europas größtes Zeitungshaus Axel Springer erwirtschaftet bereits 20 Prozent der Werbumsätze im Online-Geschäft. In zehn Jahren will Springer-Chef Mathias Döpfner etwa die Hälfte des Gesamtumsatzes und Gewinns online verdienen, sagte er im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Derzeit entfällt rund ein Zehntel des Gesamtumsatzes auf die Onlineaktivitäten. Im Bereich Immobilienanzeigen setzt Springer heute in Print und Online mehr um, als vor einigen Jahren mit gedruckten Anzeigen allein. "Wir sind also in sehr konkreter Weise Gewinner der Digitalisierung", so Döpfner.

Die höchste Umsatzrendite im gesamten Konzern erwirtschaftet laut Döpfner das erst vergangenes Jahr zugekaufte Frauenportal Aufeminin. Auch der Internet-Werbevermarkter Zanox sei hochprofitabel.

Trotz der Erfolge im Onlinegeschäft blickt Döpfner auf andere Gattungen. "Wenn Sat 1 zum Verkauf stünde, wären wir geradezu verpflichtet, uns den Sender noch einmal genau anzuschauen", sagt der Vorstandsvorsitzende. Seit den Unruhen bei der Pro Sieben Sat 1 Group kommen immer wieder Spekulationen auf, dass der Sender aus dem Verbund herausgelöst werden könnte.
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