Springer trennt sich - schon wieder - von Klaus-Dieter Kimmel

Montag, 15. Oktober 2001

Kurzes Comeback von Klaus-Dieter Kimmel: Nach neuen Berichten über die Stasi-Vergangenheit des stellvertretenden "Bild"-Chefredakteurs hat sich der Axel Springer Verlag endgültig dazu entschlossen, die Zusammenarbeit mit dem vermutlichen ehemaligen Inoffiziellen Mitarbeiter (IM) zu beenden.

In einem vom Verlag in Auftrag gegebenen Gutachten kommt der Historiker Hubertus Knabe zu der Schlussfolgerung, dass derzeit "keine eindeutige Empfehlung zur Bewertung des Falls" abzugeben sei.

Von 1991 bis 1999 war Kimmel schon einmal für "Bild" tätig: erst als Leiter der Sportredaktion, später als stellvertretender Chefredakteur für die Regionalausgaben in Nordrhein-Westfalen. 1999 wurde erstmals bekannt, dass er als IM des Ministeriums für Staatssicherheit gearbeitet hatte.

Kimmel verließ das Blatt daraufhin, kam jedoch im März dieses Jahres zurück und verantwortete seitdem die "Bild"-Regionalausgaben für die neuen Bundesländer. Damals hieß es, Kimmel könne durch Art, Umfang und Umstände seiner Tätigkeit entlastet werden.
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