Springer testet kleinformatige "Bild City" in München

Freitag, 12. Juni 2009
Das neue Bild-City-Logo
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Bildzeitung City München Axel Springer Split


Nun also doch: Axel Springer testet eine kleinformatige Ausgabe der "Bild". "Bild City" im Tabloidformat startet am 15. Juni in München. Das Blatt enthält 1:1 die Inhalte der großen "Bild" und kostet mit 60 Cent auch das Gleiche. "Wir sind extrem erfolgreich mit ,Bild'. Deshalb doktern wir am Konzept auch nicht rum", sagt ein Sprecher. Seit Einführung der tabloidformatigen "Welt Kompakt" vor fünf Jahren war immer wieder darüber spekuliert worden, das Springer auch sein Flaggschiff umformatieren könnte. "Welt Kompakt" ist allerdings günstiger als die große "Welt" und die Inhalte werden auch anders aufgearbeitet.

Springer hofft mit "Bild City" neue, vor allem jüngere Zielgruppen anzusprechen, die bislang auch aus Formatgründen nicht zur "Bild" greifen. Daher steigt die Druckauflage um rund ein Viertel. In der IVW I/2009 lag die verbreitete Auflage bei 119.227 Exemplaren, die verkaufte mit 118.779 um mehr als 75.000 Stück niedriger als im 1. Quartal 2008. 

Springer betont, dass aus der Steigerung der Druckauflage keine Rückschlüsse auf den Split zwischen Tabloid und nordischem Format zu ziehen seien und auch nicht auf die Auflagenerwartungen. Da der Verlag damit rechnet, dass die bisherigen Käufer zum Großteil der großen "Bild" treu bleiben, dürfte das Plus in der Druckauflage von geschätzt an die 30.000 Stück aber durchaus Schlüsse auf die Hoffnungen zulassen, die Springer an "Bild City" knüpft. In der IVW werden beide Ausgaben künftig gemeinsam ausgewiesen werden, da die kleine "Bild" nur im Verbund mit der großen belegt werden kann.

Springer flankiert den Launch in der wettbewerbsintesiven bayerischen Landeshauptstadt mit Promotions, um die angepeilten Zielgruppen auf "Bild City" hinzuweisen. pap
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