Springer streicht Großveranstaltungen aus dem Programm

Montag, 08. Dezember 2008
Axel Springer setzt bei seinen Großveranstaltungen den Rotsift an
Axel Springer setzt bei seinen Großveranstaltungen den Rotsift an

Axel Springer will wegen der Anzeigeflaute fast alle Großveranstaltungen im kommenden Jahr streichen. Hiervon betroffen sind alle Feiern, Empfänge und Galas. Die Spendenaktion „Ein Herz für Kinder" von "Bild" wird auch im kommenden Jahr weitergeführt, allerdings in "veränderter Form". Die übrigen Preise und Auszeichnungen werden in den Blättern ohne begleitende Veranstaltungen verliehen. Betroffen von den Sparmaßnahmen sind unter anderem die Verleihung der „Goldenen Kamera", der „BZ"-Kulturpreis und das „Goldenen Lenkrad" der „Bild am Sonntag".
Springer-Chef Mathias Döpfner will mit den Einschnitten journalistische Arbeitsplätze sichern. In einem Brief an den Gästekreis des für Anfang Januar geplanten Berliner Neujahrsempfangs erklärt er: „Wir wollen nicht dort sparen, wo es die Qualität unseres Journalismus und die Motivation unserer Mitarbeiter beeinträchtigt. Entlassungen oder Einstellungen von Zeitungen oder Zeitschriften hat es bei uns bisher nicht gegeben. Wir hoffen, dass wir das auch in Zukunft vermeiden können." Außerdem soll die Pause dazu genutzt werden, die Konzepte der Veranstaltungen zu überdenken.

Als erste Veranstaltung dürft es die im Februar stattfindende „Goldene Kamera" treffen. Die bereits aufgelaufenen Kosten müssten in Kauf genommen werden, heißt es in Springer-Kreisen laut „Spiegel". se
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