Springer lehnt Einstieg der WAZ-Gruppe ab

Montag, 22. April 2002

Angesichts des intensiven Werbens der WAZ-Gruppe um den 40-prozentigen Kirch-Anteil am Axel-Springer-Verlag findet Verlegerwitwe Friede Springer deutliche Worte: Der Verlag schließe ein Zusammengehen mit der WAZ-Gruppe kategorisch aus. Außerdem gebe es kartell- und aktienrechtliche Hürden.

Friede Springer will die Gläubigerbanken dazu bewegen, den Großteil von Kirchs Aktienpaket an die Börse zu bringen. Einen kleinen Teil würde sie gerne selbst übernehmen: "Eine Aufstockung meines Anteils um ein paar Prozent kann ich mir gut vorstellen", sagte sie gegenüber dem Springer-Blatt "Bild am Sonntag".

Derzeit hält Friede Springer 50 Prozent am Verlag. Das 40-Prozent-Paket des Kirch-Konzerns liegt als Sicherheit für einen Kredit bei der Deutschen Bank, der bald fällig wird. Der Springer-Verlag geht davon aus, dass das Aktienpaket nicht ohne seine Zustimmung weitergereicht werden kann. Man habe mit Kirch im Falle einer Aktienveräußerung ein Vorkaufs- und Zustimmungsrecht vereinbart, so der Verlag.
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