Springer legt in allen Geschäftsfeldern zu

Donnerstag, 04. Juni 1998

Mit einem Umsatz von 4,6 Milliarden Mark und einem Jahresüberschuß von 211 Millionen Mark war 1997 das erfolgreichste Jahr in der Geschichte des Axel-Springer-Verlags. Zu dem guten Ergebnis haben alle Bereiche des Hauses beigetragen. Das Anzeigenaufkommen stieg um 93 Millionen Mark auf 1985 Millionen Mark (+ 4,9 Prozent). Die Vertriebserlöse beliefen sich auf 1953 Millionen Mark (+ 2,5 Prozent) und die übrigen Umsätze erreichten 661 Millionen Mark (+ 6,3 Prozent). Daran waren die elektronischen Medien maßgeblich beteiligt. Bezüglich Sat 1 hat sich der Verlag jetzt mit der Kirch-Gruppe auf eine Arbeitsteilung geeinigt: Springer ist federführend im Bereich Aktuelles und Non-fiction, Kirch zuständig für den Entertainment-Bereich. Größter Umsatzträger beim Springer-Verlag sind die Zeitungen, die mit 2693 Millionen Mark (+ 2,2, Prozent) 58,6 Prozent des Umsatzes erzielen. Sehr gut entwickelte sich das Zeitschriftengeschäft, das sich auf 1245 Millionen Mark belief (+ 6,9 Prozent). Den größten Anteil am Zuwachs machte "Computer-Bild" aus. Der Vorstandsvorsitzende August Fischerkündigt an, daß noch in diesem Jahr 1-2 neue Zeitschriften erscheinen werden. In welchem Segment, ist noch offen. Die strategischen Ziele des Axel-Springer-Verlags sind neben der Festigung der führenden Positionen in den deutschen Kernmärkten die verstärkte Zuwendung zu neuen Medien-Geschäftsfeldern und das Engagement über die Grenzen Deutschlands hinaus, sagte Fischer. Man wolle sich dabei auf den westeuropäischen Markt konzentrieren, aber auch die USA seien nicht auszuschließen. Seine strategische Vision: "Vom führenden deutschen Verlagshaus zum führenden internationalen Medienhaus."
Meist gelesen
stats