Springer knackt Milliarden-Euro-Marke beim Digitalumsatz / Strukturanpassungen für Print

Mittwoch, 06. März 2013
Mathias Döpfner bekräftigt die digitale Marschrichtung des Springer-Konzerns
Mathias Döpfner bekräftigt die digitale Marschrichtung des Springer-Konzerns

Für Mathias Döpfner, Vorstandschef bei Axel Springer, markiert das vergangene Jahr eine Zeitenwende. Erstmals hat der Verlag mit digitalen Medien weltweit mehr als eine Milliarde Euro Umsatz erzielt - das ist nach Angaben des Konzerns mehr als in jedem anderen Geschäftsbereich, diesmal sogar mehr als im Segment der inländischen Zeitungen, die bisher das Geschäft Springers bestimmten. Selbst das Zugpferd „Bild" kann den durch rückläufige Vertriebs- und Werbeerlöse bedingten Abwärtstrend nicht mehr aufhalten: 2012 fiel der Umsatz erneut um 3,3 Prozent auf rund 1,2 Milliarden Euro. Die Marschrichtung für die Zukunft bleibt dementsprechend klar - und wird immer deutlicher formuliert: So plant Döpfner für 2013 nicht nur verstärkte Ausgaben für die Expansion des digitalen Geschäfts ein - sondern auch „signifikante Aufwendungen für Strukturanpassungen im Printgeschäft". Insgesamt vermeldet Springer einen Umsatzanstieg um 3,9 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro - bereinigt um Konsolidierungseffekte sind es allerdings nur 0,2 Prozent. Auch diese Entwicklung ist demnach vor allem den neu erworbenen Gesellschaften im Digitalbereich geschuldet, ohne diesen der Umsatz weitgehend stagniert.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte um 5,8 Prozent auf 628 Millionen Euro. Als Kompass für strategische Unternehmensführung taugt die Kennziffer allerdings nur bedingt, interessanter ist der Konzernjahresüberschuss - der 2012 um 4,7 Prozent auf 276 Millionen Euro gesunken ist. kl
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