Springer droht Mitarbeitern mit Kurzarbeit

Mittwoch, 04. März 2009
Axel Springer verordnet seiner Tochter Financial Media Kurzarbeit
Axel Springer verordnet seiner Tochter Financial Media Kurzarbeit

Erst vor einigen Tagen hat Axel Springer einen Rekordgewinn in der Unternehmensgeschichte vermeldet. Nun zeigt sich, dass der Medienkonzern doch nicht so resistent gegenüber der Wirtschaftskrise ist. Springer plant, in seiner Tochterfirma Financial Media, Kurzarbeit einzuführen, wie interne Quellen gegenüber HORIZONT.NET bestätigen. Entschieden sei zwar noch nichts, aber die Gespräche mit dem Betriebsrat sollen zumindest so weit fortgeschritten sein, dass es nur noch um Details geht. Von den Sparmaßnahmen sind unter anderem die Mitarbeiter der Titel "Euro", "Euro am Sonntag" sowie "Fonds & Co" betroffen. Für andere Springer-Medien sind derzeit keine Kürzungen vorgesehen. Die Kurzarbeit soll nur als "temporäres Instrument" bei den Titeln zum Einsatz kommen, die besonders stark von der Wirtschaftskrise betroffen sind, heißt es dazu bei Sueddeutsche.de zu lesen ist. Der Umfang der Hefte soll beibehalten werden, Notausgaben seien keine geplant. Wie dies angesichts der verringerten Arbeitszeit der Mitarbeiter produktionstechnisch funktionieren soll, ist nicht bekannt.

Insider berichten gegenüber HORIZONT.NET, dass zahlreiche Mitarbeiter die Maßnahmen begrüßen, sind sie doch im Vergleich zu Kündigungen das geringere Übel. Die Äußerungen von Mathias Döpfner gegenüber dem "Spiegel" dürften indes vor dem Hintergrund der geplanten Kurzarbeit für schlechte Stimmung sorgen. In der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins ließ er in einem Interview verlauten: "Ich habe mich noch nie so wohl gefühlt wie jetzt." bn
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