Springer blitzt erneut beim Kartellamt ab

Montag, 09. Januar 2006

Nachdem das Kartellamt Axel Springers Kompromissvorschläge in Sachen Übernahme von Pro Sieben Sat 1 Media in einem Zwischenbescheid als unzureichend zurückgewiesen hat, denkt man im Verlag nun offenbar über einen Rückzug aus dem Geschäft nach. Presseberichten zufolge ist Springer-Chef Mathias Döpfner nicht bereit, unnötige Risiken einzugehen, nur um einen drohenden Imageschaden zu verhindern. Um dem Kartellamt die Genehmigung für die Übernahme abzuringen, hatte Springer unter anderem angeboten, zahlreiche Zeitschriften sowie die gemeinsam mit Bertelsmann gehaltenen Beteiligungen zu verkaufen. Das Kartellamt hat hingegen gefordert, dass der Verlag sich nach der Übernahme von seinem Dickschiff "Bild"-Zeitung oder von Pro Sieben oder Sat 1 trennt. Springer kann bis Donnerstag eine Stellungnahme beim Kartellamt abgeben. Morgen beschäftigt sich die KEK erneut mit dem Fall. ra

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