Springer behält vorerst TV-Paket an Pro Sieben Sat 1

Freitag, 14. März 2003

Der bevorstehende Einstieg des US-Investors Haim Saban hat offenbar auch Auswirkungen auf die weiteren TV-Pläne des Axel-Springer-Verlags, der das Engagement des Amerikaners bereits offiziell begrüßt hat. Gerüchten zufolge steht der Sendergruppe ein harter Sanierungskurs bevor. Das "Handesblatt" berichtet, dass Saban und sein Partner Patrick Le Lay bereits erste Gespräche über ein neues Management für die Münchner Unternehmensgruppe führen. Der Axel-Springer-Verlag, der derzeit 11,5 Prozent der Anteile an Pro Sieben Sat 1 hält und diese langfristig verkaufen möchte, sieht jetzt gute Perspektiven für eine Zusammenarbeit im Fernsehgeschäft.

Die geplante Kapitalerhöhung bei Pro Sieben Sat 1 will Verlagschef Mathias Döpfner allerdings nicht mitmachen, wodurch sich der Anteil des Verlags an der Sendergruppe verringern wird. Zugleich verzichte man, so Döpfner, auf die Vorkaufsrechte für weitere Anteile an Pro Sieben Sat 1. Dem "Handelsblatt" zufolge hat Saban Springer dafür ein zweites Aufsichtsrat-Mandat in Aussicht gestellt. nr
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