Springer-Verlag startet neue Kaufzeitung "Extra" nächste Woche

Dienstag, 04. September 2001
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Am kommenden Mittwoch, 12. September, ist die wundersame Verwandlung des ehemaligen Kölner Gratisblatts "Extra" zur täglichen Kaufzeitung abgeschlossen: Dann erscheint "Extra" zum Preis von 50 Pfennig erstmals im Großraum Mannheim. Für den Axel-Springer-Verlag, der das Blatt ursprünglich als Abwehr zur Gratiskonkurrenz des norwegischen Schibsted-Verlags in Köln entwickelt hatte, dient die Neupublikation als Test. Sollte sich "Extra" als kostenpflichtige Boulevard-Tageszeitung am Markt behaupten, will der Verlag das Blatt schon bald bundesweit erscheinen lassen.

In Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen startet "Extra" mit einer Auflage von knapp 50.000 Exemplaren. Chefredakteur Jan-Eric Peters will vor allem junge Leser zwischen 15 und 35 Jahren an sein Blatt binden. Den Gewohnheiten der Jungleser angepasst wird "Extra" - wie bereits in Köln erprobt - vor allem kurze Nachrichten enthalten, mit denen man sich schnell einen Überblick über das Tagesgeschehen verschaffen kann. Die Grenzen zwischen Politik und Neuigkeiten aus dem klassischen Zeitungsressort "Vermischtes" werden dabei aufgehoben: Neben News aus Politik und Wirtschaft finden sich stets auch solche aus dem Entertainment-Bereich. Fast alle Nachrichten und Artikel sind mit Linktipps ins Internet verknüpft.

Seit heute wird im Großraum Mannheim auf Citylights und Plakaten für den Start in der kommenden Woche geworben. Die Kampagne unter dem Motto " Wer hat als erstes Extra?" wurde von der Agentur Scholz & Friends entwickelt. Mit Erscheinen der ersten Ausgabe setzt Springer zudem auf Promotionaktionen in Kneipen und Sonderverkäufe auf der Straße.
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