Springer: Türkische Dogan Group erneut zu hohem Bußgeld verdonnert

Mittwoch, 09. September 2009
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Bußgeld Axel Springer Mediengruppe


Die Beteiligung von Axel Springer an der türkischen Mediengruppe Dogan Yayin droht allmählich zur Belastung für den deutschen Verlag zu werden. Eigenen Angaben zufolge wurde der Herausgeber der Tageszeitung „Hürriyet“ wegen unbezahlter Steuern zur Zahlung eines Bußgelds in Höhe von 1,75 Milliarden Euro verurteilt. Der Betrag ist laut Unternehmensangaben doppelt so hoch wie die ausstehende Steuerschuld. Die Aktien der Dogan Group, an der Springer rund zehn Prozent hält, rutschten daraufhin um mehr als zehn Prozent ins Minus. Pikant: Die Strafe fällt auch höher aus als gegen andere Unternehmen verhängte Bußgelder – ein Umstand, den Dogan mit der kritischen Berichterstattung seiner Medien im Zusammenhang mit Korruptionsfällen begründet.

Bereits im Februar war Dogan zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden. Damals lautete der Vorwurf, Dogan habe den Verkauf von 25 Prozent seiner Fernsehsparte an Axel Springer zu spät verbucht. mas
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