Springer Fachmedien: Digitalisierungsstrategie soll Marktposition stärken

Mittwoch, 12. Oktober 2011
Der Verlag will vor allem im digitalen Bereich wachsen
Der Verlag will vor allem im digitalen Bereich wachsen

Springer Science+Business Media will das digitale Geschäft weiter vorantreiben: Ab 2012 legt der Verlag die Business-Units Lehr- und Fachmedien zusammen und schafft dadurch die standortübergreifende Integration der unterschiedlichen deutschsprachigen Programmbereiche. Das gab der Fachverlag am Rande der Frankfurter Buchmesse bekannt. Ralf Birkelbach, Executive Vice President Professional Business & Technology kündigte zudem eine weitere Neuerung an: Ein Online-Fachinformationsportal mit dem Titel "Springer Professional", dass die wichtigsten Themen aller Verlage bündelt und mit redaktionellen Inhalten erweitert. Der strategische Umbau soll sich auch in Zahlen niederschlagen. Zwar will das Unternehmen den derzeitigen Gesamtumsatz nicht exakt beziffern, allerdings spricht Birkelbach von einem höheren zweistelligen Millionenbetrag. Daraus soll durchaus noch mehr werden: "In den kommenden drei Jahren möchten wir den Umsatz aus dem digitalen Bereich verdoppeln."

Ein weiteres Angebot im Zusammenhang mit der Digitalisierung kündigte Eric Merkel-Sobotta, Executive Vice President Corporate Communications, an: die Erweiterung des momentanen E-Book-Bestandes von circa 50.000 auf zusätzlich 65.000 Titel. Basieren wird dieses Online-Bucharchiv auf den seit 1842 bei Springer publizierten Fachtiteln, die inbesondere für die historische Forschung genutzt werden könnten.

Im Rahmen der Bündelung der Lehr- und Fachmedien soll die Dachmarke Springer mit ihren zahlreichen Tochterverlagen gestärkt werden. Dafür werden die Bereiche Wirtschaft, Technik, Naturwissenschaft und Sozialwissenschaft für ihren Außenauftritt mit den Titeln "Springer Gabler", "Springer Vieweg", "Springer Spektrum" und "Springer VS" gebrandet. hor
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