Springer-Chef Döpfner: "Paid Content muss einfach funktionieren!"

Mittwoch, 14. November 2012
Mathias Döpfner glaubt an Paid Content
Mathias Döpfner glaubt an Paid Content


Appell reloaded: Axel-Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner bekräftigt einmal mehr - nun auch gegenüber dem "Manager Magazin" - sein Bekenntnis zum bezahlten Journalismus im Internet. "Paid Content - hier entscheidet sich das Schicksal der Verlage. Es muss einfach funktionieren!", so Döpfner gegenüber dem Blatt: "Deswegen werden wir zum Jahreswechsel die ,Welt‘ und Mitte nächsten Jahres die ,Bild‘ auf Bezahlinhalte umstellen, nicht nur mobil, sondern auch auf der Website." So richtig neu sind diese Infos nicht - aber das Thema ist so wichtig, dass man es nicht oft genug sagen kann. Bereits im März 2011 hatte Bild.de-Chefredakteur Manfred Hart gegenüber HORIZONT.NET erklärt, dass man an Paid Content arbeite. Später wurden dann die Web-Bundesligarechte gekauft und als möglicher Bezahlinhalt gleich zum Beginn der Umstellung auserkoren. Und bei der "Welt" hatte Döpfner den Schritt bereits Ende 2011 angekündigt - und unter anderem im Oktober nochmals bekräftigt.

Aber wie gesagt: Man kann es nicht oft genug betonen, wie wichtig das Thema ist. Man schreibt es gern doppelt und dreifach auf. Entscheidend für Döpfner sei nun die Frage: "Wie viele andere Verlage ziehen mit? Wenn es viele sind, dann haben alle eine große Chance. Wenn wir aber die einzigen bleiben, und die anderen feixen sich einen - selbst wenn sie sich damit schlichtweg ihr eigenes Grab aushöben -, dann wird es natürlich schwierig", so der Springer-Chef im "Manager Magazin".

Oder, aber diesen Weg nennt Döpfner zumindest in der Vorabmeldung des Blattes nicht: Marktbereinigung. Wenn defizitäre Nachrichtensites (also fast alle) ihr Angebot ändern, sich zusammenschließen oder sich eben zurückziehen, haben sie bzw. die verbleibenden Angebote bessere Chancen auf Bezahlmodelle. In den kommenden Monaten dürfte man einiges davon sehen. rp
Meist gelesen
stats