Springer: Bläst Ralf Hermanns seinen Wechsel zur "Rheinischen Post" ab?

Freitag, 25. März 2011
Ralf Hermanns
Ralf Hermanns

Eigentlich wollte und sollte Ralf Hermanns, Verlagsgeschäftsführer bei Axel Springers "Bild"-Zeitung, in der ersten Hälfte dieses Jahres in Berlin seine Koffer packen und nach Düsseldorf ziehen - als Geschäftsführer der Mediengruppe Rheinische Post. Doch nach Informationen von HORIZONT.NET kommt es nicht dazu. Hermanns bleibt offenbar bei Springer. Doch der Reihe nach: Hermanns war auserkoren, das Auslandsgeschäft der Mediengruppe Rheinische Post zu verantworten. Damit sollte er Nachfolger werden von Karl Hans Arnold, der wiederum Clemens Bauer als Vorsitzender der Geschäftsführung ablösen und das Inlandsgeschäft leiten sollte. Anlass fürs Stühlerücken im dreiköpfigen Führungsgremium (Finanzchef ist Patrick Ludwig, der von Arnold den Titel des stellvertretenden Vorsitzenden der Geschäftsführung erben soll) der „Rheinischen Post": Bauer wird in diesem Jahr 65 Jahre alt und will sich in den Ruhestand verabschieden. So war der Plan. Verlagskreise hatten dies im vergangenen September gegenüber dem Branchendienst „Kress" bestätigt.

Aber offenbar wechselt „Bild"-Mann Hermanns nun doch nicht zur „Rheinischen Post". Eine Sprecherin möchte zu dem Thema „derzeit keine Stellungnahme" abgeben. Bleibt Hermanns bei „Bild" oder sonst wo bei Axel Springer? Auch Springer möchte den Fall nicht kommentieren. Daher darf man spekulieren: Was könnte Hermanns zum Rückzieher bewegen oder bewegt haben? Wieder mehr Einfluss für den Posten des Verlagsgeschäftsführers, seitdem nach dem Vertrieb auch die Werbevermarktung in einer eigenen Sparte (ASMI) verlagsübergreifend zentralisiert worden war? Oder ein neuer Zuschnitt, eine neue Zuordnung seines Aufgabenbereichs? Die kommenden Wochen dürften es zeigen. rp
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