Spot-Check: Kinos fordern „artgerechte Filmhaltung“

Mittwoch, 09. April 2008
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Filmhaltung Martin Bachmann Hamburg Berlin


Die 2006 gestartete Kampagne „Kino. Dafür werden Filme gemacht“ geht in die nächste Runde. Am 10. April startet der Flight „Filmbefreier“, in dem sich die Organisation Zukunft Kino Marketing (ZKM) für die „artgerechte Filmhaltung“ einsetzt.
Hinter der ZKM stehen der Verband der Filmverleiher (VdF), HDF Kino und Cineropa. Ziel des Auftritts ist es, nach dem schlechten Jahr 2007 den aktuellen Aufwärtstrend der Gattung zu stützen. Headlines wie „Brutal! Große Filme auf 6,2 cm Bilddiagonale eingepfercht“ werben auf Printmotiven dafür, Filme im Kino – und nicht etwa auf dem Handy – anzusehen. Die kreative Idee stammt von Zum goldenen Hirschen. Die Kölner Agentur hat bereits die Vorgängerauftritte konzipiert (Horizont 8/2006, 34/2007). Der ergänzende Spot wird im TV sowie in rund 1000 Kinos zu sehen sein (Mediaagentur: Elbberg, Hamburg).

Erstmals zum Einsatz kommt die Website Filmbefreier.de. Finanziert wird die Kampagne mit 1,2 Millionen Euro von der Filmförderungsanstalt (FFA) in Berlin. Das Brutto-Mediavolumen beläuft sich derzeit auf 4,5 Millionen Euro.

Der Auftritt soll mehr Besucher in die Kinos locken. Nach den ersten Monaten des Jahres 2008 geben sich die Verleiher wieder optimistisch. „Wir erleben einen deutlichen Aufwärtstrend und erwarten ein gutes Kinojahr", erklärt Martin Bachmann, VdF-Vorstandsmitglied und Geschäftsführer von Sony Pictures Deutschland. Besonders die Wochenenden lägen im Plus, so Bachmann. Bis zur 14. Kalenderwoche summieren sich die Besucherzahlen zwischen Donnerstag und Sonntag laut VdF auf circa 29,7 Millionen und der Umsatz auf rund 191 Millionen Euro - ein Plus von 26 Prozent beziehungsweise 29 Prozent zum Vorjahreszeitraum. 2007 hatte die Branche laut FFA ein Umsatzminus von 5,7 Prozent auf insgesamt 767,9 Millionen Euro und einen Besucherrückgang von 8,2 Prozent auf 125,4 Millionen Zuschauer wegstecken müssen. Der durchschnittliche Eintrittspreis lag bei 6,12 Euro und war damit bereits das fünfte Mal in Folge gestiegen.
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