Sportwettenanbieter Bet-at-home.com verhandelt mit Sportgate über eine Kaufoption

Mittwoch, 13. Juni 2001

Nachdem der Berliner Online-Sportdienstleister Sportgate die Insolvenz beantragen musste, wird fieberhaft nach einem Investor gesucht, der Hauptanteilseigner Boris Becker (55 Prozent) genehm ist. Zumindest Interesse hat der österreichische Online-Sportwettenanbieter Bet-at-home.com mit Sitz in Wels angemeldet. Das Unternehmen will zum Zeitpunkt des Relaunchs der Site, der Ende Juli zum Start der neuen Bundesliga-Saison stattfinden soll, das Angebot um ein Sportportal ergänzen und vor allem Neukunden für die Sportwetten gewinnen.

Allerdings sind auch Onlineunternehmen aus der Alpenrepublik im Gespräch. Ob Anbieter wie Sport.at, Sportheute.at oder Sports.at auf der Liste stehen, wird seitens Bet-at-home.com nicht kommentiert. Mit dem Kauf eines Portals soll die Unternehmensausrichtung von Bet-at-home jedoch nicht geändert werden. Mit Sportwetten als Geschäftsgrundlage kann das Ende 1999 gegründete Unternehmen Bet-at-Home Ende dieses Jahres mit vier fest angestellten und einer Handvoll freien Mitarbeitern voraussichtlich einen Gewinn von 500.000 Mark ausweisen, der Umsatz wird schätzungsweise zwischen 17 und 18 Millionen Mark liegen. Der Marketingetat beträgt rund 2 Millionen Mark. Werbung für das neue Angebot wird Bet-at-home ausschließlich online schalten.
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