Sportminister wollen Sponsoringverbot für ARD und ZDF aufweichen

Freitag, 12. November 2010
ARD und ZDF können auch nach 20 Uhr weiterhin Sponsoring anbieten
ARD und ZDF können auch nach 20 Uhr weiterhin Sponsoring anbieten

Die Sportministerkonferenz will weitere Ausnahmen für das erst kürzlich beschlossene Verbot für Programm-Sponsoring bei ARD und ZDF durchsetzen. Eine Zusatzklausel im Rundfunksstaatsvertrag soll "national und international besonders bedeutsame Sportveranstaltungen" von dem Verbot ausschließen. Die Rundfunkkommission der Länder hat im Rundfunkstaatsvertrag, der ab 2013 in Kraft treten soll, ein Sponsoringverbot für ARD und ZDF nach 20 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen beschlossen. Die Kommission einigte sich allerdings darauf, die Olympischen Spiele, Fußball-Welt- und Europameisterschaften sowie die Fußball-Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft von dem Sponsoring-Verbot auszuschließen. Für Leichtathletik, Ski- und Schwimmweltmeisterschaften gilt diese Zusatzregelung jedoch vorerst nicht. 

"Ich hoffe, dass durch diesen Vorstoß der Sportminister gewährleistet werden kann, dass auch künftig internationale Sportveranstaltungen in deutschen Stadien stattfinden können und Deutschland als Sportnation konkurrenzfähig bleibt", sagte der Berliner Staatssekretärs für Sport, Thomas Härtel und verweist auf die Bedeutung des Programmsponsorings für die Ausrichtung von Großveranstaltungen in Deutschland.

Das Sponsoringverbot war vor allem bei den Deutschen Sportverbänden auf großen Widerstand gestoßen. So deckt beispielsweise der deutsche Ski-Verband den Großteil seiner Kosten durch Einnahmen aus dem Programmsponsoring. Die Ministerpräsidenten wollen im Dezember endgültig über den 16. Rundfunkstaatsvertrag entscheiden. hor
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