Spielemarkt: Online-Games laufen Konsolenspielen bald den Rang ab

Donnerstag, 19. August 2010
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Mobile Games und Online Games (Multiplayerspiele über Internet, Browsergames, Social Games) sind derzeit der am schnellsten wachsende Spielemarkt. Sie werden PC- und Konsolen-Spielen sogar den Rang ablaufen. Zu diesem Ergebnis kommt das - nicht repräsentative - Trendbarometer Games, das der Eco Verband der deutschen Internetwirtschaft, im Vorfeld der Branchenmesse Gamescom durchgeführt hat. Besonderes Augenmerk schenken Unternehmen zurzeit dem Online Gaming. Beispiel Google: Laut "FAZ" plant der Internetriese einen Webstore, der Spiele anbietet, die im eigenen Browser Chrome laufen sollen. In den Social-Gaming-Anbieter Zynga ("Farmville") soll Google bereits mehrere Millionen US-Dollar investiert haben.

Dass Social Gaming Potenzial hat, sehen auch die rund 70 befragten Gamer und Gaming-Experten der Eco-Befragung so: Rund zwei Drittel halten Spiele bei Facebook, Twitter und anderen Social Networks für eine spannende Sache und meinen, dass diese Form des Online Gamings ein großer Erfolg werden könnte. Vor allem die Multiplayer-Option und die einfache Handhabung findet die Mehrheit attraktiv. Ein Drittel (34 Prozent) dagegen hält Social Network Games für überflüssig.

"Hier spiegelt sich die Einstellung zu Social Networks insgesamt: Wer sowieso bei Facebook und Twitter unterwegs ist, steht dem Social Gaming positiv gegenüber. Gleichzeitig können diese Plattformen auch solche Nutzer für das Spielen gewinnen, die sonst nicht viel mit Games zu tun haben", so Michael Kuhl, Arbeitskreisleiter Games bei Eco.

Auch Mobile Games werden immer häufiger genutzt. Die Bedeutung für den Gesamtmarkt dürfte aber eher gering sein. Unter den Befragten jedenfalls räumen gerade mal knapp 6 Prozent der Mobil-Sparte eine hohe Relevanz ein.

Eines der Trendthemen in der Gamesbranche sind außerdem 3D-Spiele. Rund ein Drittel der Befragten ist allerdings überzeugt, dass die zusätzlichen Investitionen für Hardware zu hoch sein werden, um 3-D zum Erfolgsthema zu machen. se
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