"Spiegel" kommt via iPhone-App zwei Tage früher

Freitag, 19. Februar 2010
Der "Spiegel" bietet App-Nutzern einen Zeitvorsprung
Der "Spiegel" bietet App-Nutzern einen Zeitvorsprung
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Derzeit schießen die iPhone-Apps der Verlage wie Pilze aus dem Boden. Auch der "Spiegel" hat bereits seit einiger Zeit an einer Applikation gebastelt, wie HORIZONT berichtet hat. Nun ist es soweit: die App geht an den Start. Ab sofort können die Nutzer eines iPhone oder eines iPod Touch schon am Samstagabend ab 22 Uhr auf die jeweils aktuelle Ausgabe des "Spiegel" zugreifen, die gedruckt ab dem darauffolgenden Montag am Kiosk liegt. Ein Download der Vollversion des "Spiegel" kostet während einer Einführungsphase von rund sechs Wochen 2,99 Euro, ab voraussichtlich Ende März 2010 wird das Einzelheft für 3,99 Euro zu haben sein. Ein Mini-Abo für vier Ausgaben kostet 9,60 Euro. Ein reguläres Abonnement wird wie bei der Printausgabe 3,65 Euro pro Heft kosten.

Der Spiegel Verlag verspricht, dass das Angebot so konzipiert wurde, dass auch das Lesen längerer Artikel nicht anstrengt. Die Applikation soll via W-LAN oder 3G in unter einer Minute geladen werden können und dann auf dem iPhone bleiben. So sollen die Nutzer den "Spiegel" lesen können, auch wenn sie keine Internetanbindung haben.

Detail-Ansicht der Spiegel-App
Detail-Ansicht der Spiegel-App
Mit der App sollen auch die elektronische und gedruckte Ausgabe gepusht werden. Abonnenten, die heute schon das E-Paper des "Spiegel" im Internet beziehen, können es in Zukunft auch in der für iPhone und iPod Touch entwickelten E-Reader-Applikation lesen. Umgekehrt können Leser, die den "Spiegel" auf dem iPhone kaufen, mit ihrer Registrierung auch das E-Paper im Internet lesen. Abonnenten des gedruckten "Spiegel" erhalten, wie beim E-Paper, durch zusätzliche Zahlung von 0,50 Euro auch Zugriff auf die iPhone-Applikation.

Die Verlage suchen angesichts der dramatisch sinkenden Anzeigenerlöse nach Wegen, Paid Content im Internet zu etablieren. iPhone-Apps gelten derzeit als der Königsweg, da im Gegensatz zur Gratis-Mentalität der Internetnutzer die User von Smartphones bereits sind für Inhalte zu bezahlen. bn
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