Spiegel TV streicht weitere 26 Stellen

Freitag, 18. November 2011
Spiegel-TV-Chef Matthias Schmolz
Spiegel-TV-Chef Matthias Schmolz
Themenseiten zu diesem Artikel:

Betriebsrat Sat.1 Oliver Pocher


Spiegel TV verschlankt sich weiter. Wie das Unternehmen heute mitteilt, sollen bei der TV-Tochter des Spiegel-Verlags weitere 26 Stellen wegfallen. In den kommenden Wochen werden Gespräche mit dem Betriebsrat und den Mitarbeitern geführt. Begründet wird der Stellenabbau mit einer Neustrukturierung des Unternehmens: "Es ist unser Ziel, die starke Position von Spiegel TV im deutschen Fernsehmarkt zu erhalten und weiter auszubauen. Dafür ist es unumgänglich, dass wir unsere Organisation verändern und uns leider auch von Mitarbeitern trennen", begründet Spiegel-TV-Geschäftsführer Matthias Schmolz den erneuten Einschnitt. Der Markt werde enger, die Budgets knapper, die Geschäftsfelder kleinteiliger: "Diesen Veränderungen müssen wir uns anpassen; wir brauchen schlankere und flexible Strukturen - auch weil Auftragsproduktionen inzwischen eine große Bedeutung in unserem Portfolio haben." Der Stellenabbau betreffe die Bereiche Redaktion und Produktion. Nach den Umstrukturierungen wird es noch insgesamt 150 Vollzeitstellen bei Spiegel TV geben.

Der Stellenabbau hängt wohl mit der Einstellung des Magazins "Kerner" bei Sat 1 zusammen, das von Spiegel TV Entertainment produziert wird. Ende vergangenen Jahres musste Spiegel TV bereits 40 Mitarbeitern kündigen, nachdem verschiedenen Sendeplätze und Produktionsaufträge verloren gegangen waren, darunter die "Vox Nachrichten". Die Einstellung der "Oliver Pocher Show" kostete weitere zwölf Mitarbeiter den Job. Im September musste im Zuge der Umstrukturierung auch Cassian von Salomon, seit 2006 Geschäftsführer von Spiegel TV, seinen Posten räumen. dh
Meist gelesen
stats