Spiegel TV streicht 40 Stellen

Montag, 08. November 2010
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Spiegel TV wird rund 40 Mitarbeiter entlassen und die Standorte Hamburg und Berlin in Hamburg bündeln. Rund 15 Prozent der derzeit 261 Stellen müssten gestrichen werden, teilt Spiegel TV, eine 100-prozentige Tochter des Spiegel-Verlags, heute mit. Wie die Arbeitsplätze abgebaut werden, darüber will die Geschäftsführung in den kommenden Wochen mit Betriebsrat und Mitarbeitern reden. In Berlin arbeiten 25 Mitarbeiter. Spiegel TV hat dieses Jahr einige Formate und Sendeplätze verloren und noch keine Nachfolgeaufträge abgeschlossen. "Wir sind zwar aufgefordert, an der konkreten Entwicklung von Nachfolgeformaten mitzuwirken, entschieden ist aber noch nichts", begründet Geschäftsführer Cassian von Salomon, der das Unternehmen mit Fried von Bismarck und Dirk Pommer leitet, die Entscheidung. 

"Der Markt wird enger, die Budgets knapper, die Geschäftsfelder immer kleinteiliger. Diesen Veränderungen müssen wir uns anpassen", so von Salomon. Spiegel TV ist verstärkt als Auftragsproduzent tätig. Um auf dieses Geschäft einzugehen, sind laut von Salomon "schlankere und flexible Strukturen notwendig".

Auch die Kooperation mit DCTP erfährt eine Änderung. DCTP hatte 52 Sendeplätze auf Vox, die wegfalllen. Deshalb ist geplant, die Berliner Redaktion aufzulösen, aber den Produktionsstandort Berlin zu erhalten. Spiegel TV produziert derzeit unter anderem die Formate "Spiegel TV Magazin" (RTL), "Die große Samstagsdokumentation" (Vox), "Spiegel TV Reportage" (Sat 1), "Kerner" (Sat 1) und "Abenteuer Wissen" (ZDF). pap
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