Spiegel TV streicht 40 Stellen / Freiwilligkeit soll Kündigungen vermeiden

Dienstag, 27. November 2012
Spiegel-TV-Chef Matthias Schmolz muss erneut Stellen abbauen
Spiegel-TV-Chef Matthias Schmolz muss erneut Stellen abbauen

Jetzt ist es raus: Spiegel TV, die Fernsehproduktionstochter der Spiegel-Gruppe, streicht im kommenden Jahr Jobs und Personalkosten, die 40 Vollzeitstellen entsprechen. Das sind über ein Viertel der rund 150 Vollzeitposten. Dies gab die Geschäftsführung nach Angaben von Teilnehmern auf einer außerordentlichen Betriebsversammlung am Dienstagvormittag bekannt. HORIZONT.NET hatte bereits Mitte November über entsprechende Pläne und alle Hintergründe berichtet. Grund für die erneuten Stellenstreichungen, die Spiegel TV zunächst durch freiwillige Aufhebungsverträge im Umfang von mindestens 27 Vollzeitstellen plus Gehaltsverzichte aller TV-Mitarbeiter erreichen will (sonst folgen Anfang 2013 betriebsbedingte Kündigungen), sind abermals Auftragsverluste ohne kompensierendes Neugeschäft. So brechen im kommenden Jahr offenbar Umsätze in Höhe von 3 Millionen Euro weg, unter anderem durch ein reduziertes Volumen bei den Magazinformaten auf Vox (Umsatzverlust: 1,4 Millionen Euro) und die wahrscheinliche Nicht-Fortsetzung der ZDF-Sendung "Lanz kocht" oder eines Nachfolgeformats.

Seit vielen Jahren verliert Spiegel TV Produktionsaufträge, teils wegen wachsender Konkurrenz von allen Seiten, teils wegen Einstellung der jeweiligen Sendungen. Seit Ende 2010 fielen dadurch bis jetzt rund 95 Stellen weg, und nun eben nochmals 40. rp

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