Spiegel TV öffnet sich für Beteiligungen Dritter

Mittwoch, 21. November 2007
Austs Spiegel-TV wird nun doch umgebaut
Austs Spiegel-TV wird nun doch umgebaut

Der Umbau von Spiegel TV, gegen den sich der scheidende "Spiegel"-Chefredakteur Stefan Aust gewehrt hatte, ist unter Dach und Fach. Ab 2008 gibt es drei Tochterunternehmen: den Technik-Dienstleister Spiegel TV Produktion, die Co- und Auftragsproduktionsfirma Spiegel TV Media und Spiegel TV Infotainment (früher: A+I) als Produktionsfirma für Unterhaltungsformate ("Kerner").

An allen drei Unternehmen können sich Dritte minderheitlich beteiligen. Am Dienstag dieser Woche wurden die Mitarbeiter informiert.

"Die strukturellen Änderungen führen nicht zu Personalabbau", teilt der Verlag mit. Alle bestehenden Verträge würden "in diesem Zusammenhang" beibehalten. Begründet wird die Änderung der Struktur mit der "Notwendigkeit, die in den letzten Jahren entstandenen neuen Geschäftsfelder zu ordnen und entsprechende Verantwortlichkeiten zu schaffen".

Aust hatte Spiegel TV 1988 gegründet und als Chefredakteur geleitet, bis er im Dezember 1994 die Chefredaktion des "Spiegel" übernahm. Im Juli 1995 wurde er Geschäftsführer von Spiegel TV. Im Sommer dieses Jahres gab er diesen Posten im Streit mit "Spiegel"-Geschäftsführer Mario Frank ab und wurde Herausgeber bei der TV-Sparte. Seitdem - und auch zukünftig - wird Spiegel TV von den weiteren bisherigen Geschäftsführern Fried von Bismarck, Dirk Pommer und Cassian von Salomon geleitet.

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