Spiegel-Studie Online-Offline 2: 9 Millionen Deutsche sind online

Mittwoch, 23. Juni 1999
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Christian Schlottau ACTA


18,8 Millionen Deutsche nutzen den PC privat, etwa ebensoviele an ihrem Arbeitsplatz - insgesamt 28,7 Millionen. Damit sind mehr als die Hälfte der Deutschen (56 Prozent) zwischen 14 und 64 Jahren PC-Nutzer. Das ist das Ergebnis der nach 1996 zum 2. Mal durchgeführten Studie "Online-Offline" von "Spiegel" und "Manager-Magazin". Danach wollen sich 12 Prozent in den kommenden ein bis zwei Jahren erstmals einen privaten PC kaufen. Drei Viertel der Berufstätigen halten Computernetze für die Beschaffung von Daten und Informationen für unentbehrlich, vor drei Jahren waren es noch 69 Prozent. Rund 9 Millionen Deutsche verfügen derzeit über einen Online-Zugang, darunter sind etwa zwei Millionen, die nur gelegentlich oder selten durchs Web surfen. Von den knapp 7 Millionen Internet-Nutzern geht der größere Teil von zu Hause aus und vorwiegend in den Abendstunden ins Netz, am Arbeitsplatz wird vor allem zwischen 9 und 15 Uhr gesurft. Christian Schlottau, Leiter Anzeigenmarketing des Spiegel-Verlags: "Online-Offline ist neben der ACTA eine der beiden Basisuntersuchungen zum Computer- und Telekommunikationsmarkt."
Die Dynamik des On- und Offlinemarktes spiegelt sich laut Studie auch in der Entwicklung der Werbeaufwendungen wider. Dabei stieg das Werbevolumen für die Telekommunikation 1998 gegenüber dem Vorjahr um 213 Prozent auf 683 Millionen Mark. Damit ist die Telekommunikation die drittgrößte Produktgruppe nach dem Automarkt und den Massenmedien. Insgesamt lagen die Ausgaben für klassische Werbung im Bereich Büro/EDV/Kommunikation 1998 bei über 2,1 Milliarden Mark (1997: 1,4 Milliarden Mark), was 9 Prozent der Gesamtwerbeaufwendungen entspricht.
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