"Spiegel": Premiere befindet sich in einem "deprimierenden Zustand"

Montag, 08. September 2008
Unter Beschuß: Premiere-Chef Michael Börnicke
Unter Beschuß: Premiere-Chef Michael Börnicke

Kein gutes Haar lässt "Spiegel"-Autorin Isabell Hülsen an der Performance des Pay-TV-Senders. Unter den 3,55 Millionen verkündeten Kunden befänden sich zahlreiche "Karteileichen", allein im zweiten Quartal gingen 66000 Kunden verloren, meldet das Hamburger Nachrichtenmagazin. Schuld sei vor allen Dingen der teure „Wildwuchs an Marketingkooperationen". Premiere-Miteigner Rupert Murdoch ist laut "Spiegel" inzwischen „ernüchtert" über das Potential des Senders. Auch Premiere-Chef Michael Börnicke, dessen Vertrag im Oktober 2009 endet, gerät unter Beschuß: „Bei News Corp. hat man sich zwar damit abgefunden, dass es eher noch Jahre als Monate braucht, um das Abo-TV hierzulande zu einem Geschäft zu machen. Die Geduld mit dem bisherigen Vorstandschef aber könnte schneller vorbei sein", schreibt der "Spiegel".  Premiere wehrt sich gegen die "Spiegel"-Behauptungen: "Premiere hat keine Abonnements, für die nicht gezahlt wird. Premiere Flex-Kunden entrichten monatlich eine Nutzungsgebühr an Premiere, nutzen gegen Entgelt unsere Programme und werden als Abonnenten gezählt." vs
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