"Spiegel": Mitinhaberin Franziska Augstein kritisiert Verbreitung von Interna

Freitag, 12. April 2013
Turbulente Tage beim Spiegel
Turbulente Tage beim Spiegel


Franziska Augstein stört sich an den Indiskretionen rund um die Entlassung der "Spiegel"-Chefredakteure Georg Mascolo und Mathias Müller von Blumencron. Die Tochter von "Spiegel"-Gründer Rudolf Augstein sagte laut AFP gegenüber der Fernsehagentur Statement TV, wer Interna nicht für sich behalten könne, schade "dem guten Ruf des Hauses". Außerdem werde auf diese Weise ein "lächerlicher Medienwirbel" ausgelöst. "Dergleichen Gequatsche macht die Jahresbilanz nicht besser", so Augstein weiter. Die 49-jährige Journalistin ("Süddeutsche Zeitung") ist Mitinhaberin des "Spiegels". Am Freitag vergangener Woche hatte Medieninsider Kai-Hinrich Renner ("Hamburger Abendblatt") erstmals berichtet, dass der "Spiegel" seine Chefredakteure entlassen werde. Am 9. April bestätigte der Verlag die Personalien. Seitdem wird heftig spekuliert, wer die Nachfolge der Geschassten antritt. Gestern hatte "Focus Online" vermeldet, dass dpa-Chefredakteur Wolfgang Büchner Favorit sei und seine Ernennung noch am Freitag verkündet werden könnte. Der "Spiegel"-Verlag hatte daraufhin dementiert, dass bereits eine Entscheidung gefallen sei. ire
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