Sparkassen verschlafen Informationszeitalter

Dienstag, 16. Januar 2001

Die Sparkassen haben laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens Forrester Research in den Bereichen Online-Banking und Online-Brokerage weiter an Boden verloren. Der Anteil der Sparkassen an den in Deutschland geführten Online-Konten sei in den vergangenen zwei Jahren um mindestens 7 Prozent zurückgegangen, attestierten die Marktforscher. Im Bereich Online-Brokerage hätten die Sparkassen allein im vergangenen Jahr etwa 10 Prozent ihrer Kunden an Online-Broker verloren. Die Situation in diesem Marktsegment sei für die Sparkassen ohnehin fast aussichtslos. Laut Forrester liegen die fünf großen Onlinebroker der ersten Stunde mit einem Marktanteil von etwa 90 Prozent bereits uneinholbar in Führung. Neulinge hätten trotz der aggressiven Preispolitik kaum noch eine Chance, den Marktführern signifikante Anteile abzujagen. Laut Forrester dürften vor allem die bürokratischen Entscheidungsstrukturen der Sparkassen für den negativen Trend verantwortlich sein.
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